Hochspannung und viel Schweiss am Judo Weekend mit Kindern und A-Judokas auf dem Kerenzerberg.

Zum 16. Mal bereits starteten die Wohler Judokas ans Trainingsweekend auf den Kerenzerberg.  Das kleine Gewitter, welches für den Abend vorausgesagt wurde und auch die einheimischen Glarner nicht wirklich beunruhigte, liess es zu, dass wir den Grill in Betrieb nahmen. Schon bald zogen aber immer dickere Wolken auf und man spürte förmlich, wie der Himmel sich auflud. Mit dem letzten gegrillten Stück Fleisch ging es dann richtig los und ein heftiges Gewitter zog über die Region des Kerenzerbergs. Wir konnten kaum fertig essen, schlug der Blitz in einer Starkstromleitung unweit von uns entfernt ein und sorgte für allgemeines Lichterlöschen in der ganzen Region. Im Halbdunkeln flüchteten wir aufgrund der Baustelle im Sportzentrum nach draussen, zu unseren Schlafcontainern und warteten dort sehnlichst darauf, dass man uns bald wieder mit Strom versorgen konnte. Uns allen wurde wieder einmal bewusst, wie sehr wir auf den Strom angewiesen sind…kein Mobiltelefon  konnte aufgeladen werden, kein Ventilator war mehr in  Betrieb und die Zimmer blieben dunkel. Nach einer guten halben Stunde war es auf einmal wieder hell und wir konnten uns für die Nachtruhe bereit machen.

Training mit A-Judokas

Bereits am 14.06.2021 erstattete Corinne Schmid einen ausführlichen Bericht über unsere A-Judokas . Deshalb möchte ich hier nicht noch einmal im Detail auf diese Erläuterungen eingehen. Die A-Judokas waren aber auf jeden Fall eine Bereicherung für unser Trainingsweekend. Für uns alle war es interessant, welche Fähigkeiten diese Judokas haben, welche wir nicht haben und welche Tätigkeiten wir besser ausführen können, als diese Athleten. Sie gehören aber allesamt dem Kader an, welches internationale Turniere bestreitet. Unser Olympiasieger von 2019, Markus Schaarschmidt, liess sich diese Gelegenheit ebenfalls nicht nehmen und begleitete uns auf den Kerenzerberg.

Am Samstag- und Sonntag Vormittag durften wir zwei interessante Judo-Trainings absolvieren, welche durch unsere erfahrenen Trainern sowie den Hilfstrainern geleitet wurden. Die Trainings beinhalteten viele spielerische Aufwärmübungen, so dass keiner der Judokas bemerkte, wie viele 100 Meter er gesprungen ist und wie viele Male er eine Fallschule absolvierte. Um aufzuzeigen, wie es sich anfühlt mit einer Beeinträchtigung Judo auszuüben, wurden diverse Judokas mit Verbandsmaterial eingewickelt oder die Augen abgedeckt. Die nachfolgenden Übungen gestalteten sich für diese Judokas sehr schwierig und sie waren teilweise auf die Hilfe Dritter angewiesen.

Der Technikteil beider Trainings war eine Mischung aus verschiedensten Würfen wie auch der Nage-No-Kata für unsere A-Judokas.

Das Highlight mit dem ‚Floomser‘

Nebst dem Judo darf auch die Unterhaltung und der Spass nicht zu kurz kommen und deshalb beschlossen wir, den Samstag-Nachmittag in den Flumserbergen zu verbringen. Die Sonne hat bereits in den frühen Morgenstunden alle Wolken verdrängt und ein heisser Sommertag war angesagt. Mit unseren Fahrzeugen gelangten wir nach dem Mittagessen zur Talstation Tannenboden, wo ein erster Fussmarsch zur Bergstation ‚Chrüz‘ auf 1600m angesagt war. Schweissgebadet kamen wir beim Start an und bestiegen alleine oder zu zweit die Rodels und sausten die 2000m lange Strecke mit bis zu 40km/h Richtung Tal. Weil es so schön war, gleich noch einmal! Die zweite Runde durften wir mit der Sesselbahn hochfahren und die Rodel ein weiteres Mal besteigen. Noch viel schneller und fast ohne zu  Bremsen kamen alle unversehrt wieder im Tannenboden an.

Mit einem feinen Glace wurde der tolle Nachmittag beendet und die Fahrt führte zurück zu unserem Sportzentrum.

Résumé und Feedback

„xxx und xxx hat es riesig gefallen am Judoweekend. Sie sprechen nur noch davon… Vielen herzlichen Dank für das tolle Weekend und euren grossen Einsatz! Viele Grüsse Fam. xxx

„Unserer ganzen Familie hat das Weekend grossen Spass gemacht. Die Judokids und A- Judokas waren grossartig und haben es uns Leiter sehr einfach gemacht!!!!! LG an alle xxx.

„Liebe Alle Judokas, liebe Trainer*inen das war Judo von A bis Z, miteinander, füreinander, technisch anspruchsvoll und immer angepasst für Jeden. Eben Judo- Ethisch vom feinsten, sogar in der Freizeit. Vielen Dank 👍xxx.“

„‚Lieber Stefan, liebe Leiter
Unsere Mädchen xxx und xxx sind auch dieses Mal hellbegeistert vom Judo-Weekend zurückgekommen. Wir möchten uns ganz herzlich für die tolle  Organisation und Durchführung bedanken 🙏🏻. Ihr macht das einfach toll 👍🏻👏🏻👏🏻. Viele Grüsse, Familie xxx.

Wenn man solche Feedbacks nach dem Weekend bekommt, haben wir glaublich alles richtig gemacht. Auch ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bedanken bei allen Leitern, Betreuern und natürlich den Judokas, die so toll mitgemacht haben. Wir durften ein wirklich ein schönes, spannendes aber auch ein anstrengendes Judo-Weekend geniessen. Die Reservation (prov. 17. – 19.06.2022) für das nächste Jahr ist bereits erfolgt und wir dürfen uns auf ein Weekend im umgebauten SZK freuen. Ich hoffe, dass ich nach diesen tollen Feedbacks auch im 2022 wieder viele Judokas und Betreuer für dieses Weekend gewinnen kann. Anmeldungen sind bereits jetzt willkommen.

Autor des Berichts: Stefan Rubin

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