Mit 24 Teilnehmern, darunter sechs Betreuer/Trainer, reisten die jüngsten Clubmitglieder sowie Judokas, welche eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung aufweisen, ins glarnerische Sportzentrum Kerenzerberg/Filzbach. In den vergangenen Jahren durften wir sommerliche Temperaturen in Anspruch nehmen, dieses Mai-Wochenende war geprägt von frischem Schneefall einige Höhenmeter über dem Sportzentrum.

Der Freitag Abend galt dem Kennenlernen der riesigen Sportanlage sowie einem gemütlichen Teil beim Verzehr von feinen Grilladen, zubereitet durch einen Betreuer unseres Vereines.

Nebst diversen Budo-Sportarten (Judo, Aikido, Ju-Jitsu etc.) besuchen regelmässig Schwimmvereine, Fussballclubs, Turnvereine, Schiessclubs, Leichtathleten und viele mehr das top ausgerüstete Sportzentrum Kerenzerberg.

Judo, aber auch Spiel und Spass stehen im Vordergrund

Nach dem Frühstück am Samstag Morgen war ein Judo-Training unter der Leitung des TK-Chef, Stefan Rubin, angesagt. Erstmals fand ein Judo-Training gemischt mit Judokas aus den ordentlichen Trainingen mit denen der Judokas, welche eine körperliche oder geistige Beeinträchtigung aufweisen, statt. Mit vielen wettkampfspezifischen Spielen konnten auf jedem Gesicht einige Schweisstropfen festgestellt werden. Die erstmals anwesende Lehrtochter der Integra-Freiamt, Conte Tamara, staunte nicht schlecht über die Fähigkeiten ihrer Schützlinge, welche sie im Alltagsleben in der Integra begleitet. Anschliessend folgte das Ueben von zwei Würfen, welche erfolgreich im Judo-Wettkampf angewendet werden.

Nach dem Mittagessen wurden gemischte Gruppen gebildet. Der nachfolgende Gruppenwettkampf bestand aus einem Quiz, einem Puzzle-Spiel, einem Hindernisparcours in der Turnhalle sowie dem Riechen und Erfühlen von verschiedenen Gegenständen. Beim Rangverlesen durfte schliesslich jeder ein kleines Werbegeschenk der Kantonspolizei Aargau in Empfang nehmen.

Champions-League oder Mrs. Doubtfire?

Das Abendprogramm gestaltete sich der Altersgrenze unterschiedlich. Die Mehrheit konnte sich beim amüsanten Film ‚Mrs. Doubtfire’ vergnügen, die älteren Mitglieder/Betreuer des JAC Wohlen konnten im Restaurant über einen Beamer beim Finale der Champions League mitfiebern.

Wettkampfwürfe anwenden

Die am Vortag geübten Würfe wurden nun im Training von Barbara Bortoluzzi (arbeitet ebenfalls in der Integra-Freiamt) noch einmal wiederholt und im anschliessenden Mannschaftswettkampf angewendet. Bei manch einem Judoka konnten beachtliche Fortschritte erkannt werden und er legte seinen Gegner mit einem Yppon (höchste Wertung im Judo-Wettkampf) auf die Matten. Dieses Training bestand vorgängig wiederum aus spielerischen Judo-Übungen, welche den Übergang in den folgenden Mannschaftskampf dadurch erleichterten.

Erfolgreiches Trainingsweekend

Nach einem köstlichen Mittagessen hiess es bereits wieder Abschied zu nehmen vom Judo-Weekend. Für die Betreuer sowie den Organisator, TK-Chef, Stefan Rubin, war es ein erfolgreiches Trainings-Weekend. Nebst der Ausübung der Sportart Judo kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Durch solche Events zeichnet sich der JAC Wohlen aus. Nicht durch Zufall hat dieser Verein Mitglieder, welche schon über 30 Jahre aktiv am Vereinsleben teilnehmen.

Ein herzlicher Dank an die Betreuer für ihren Einsatz sowie den JAC Wohlen, welcher einen grossen Teil an die Kosten des Weekens beigetragen hat.